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Nach der Schlechtwetterphase stand eine Kontrolle der Bienenvölker auf dem Tagesplan. Insbesondere wollte ich wissen ob die Drohnenwaben bereits ausgebaut wurden. Zu meinem Erstaunen hat die Kälte die Bienen nicht daran gehindert fleissig auszubauen. Noch besser, die Drohnenwaben haben bereits verdeckelte Drohnenbrut.

Sofern das Wetter mitspielt, sind dies gute Voraussetzungen um beim einsetzen von Tracht die Honigräume aufzusetzen. Bis es soweit ist, kann aber noch viel passieren.

Dadant blatt Drohnenwabe
Dadant blatt Drohnenwabe
CH-Mass Drohnenwabe
CH-Mass Drohnenwabe

Wie wichtig die Wasserversorgung für die Bienen ist, zeigt das untenstehende Bild. Bei bissiger Bise und Temperaturen bei maximal 5° C  fliegen die Bienen fleissig die Wasserstelle an. Voraussetzung dazu ist Sonneschein.

Merke: Sobald möglich eine Wasserstelle einrichten. Diese darf niemals austrocknen, sonst suchen sich die Bienen eine andere Möglichkeit. Die Tränke soll sich nicht im Flugkorridor der Bienen befinden (verkotung).

Bienentränke solarbetrieben
Bienentränke solarbetrieben

Es werden bereits Pollen eingetragen. Jetzt die Fluglöcher beobachten und die Futterreserven schätzen. Ist kein reger Flugverkehr zu beobachten, muss das Volk geöffnet werden. Ist das Bienenvolk tot, sofort das Flugloch schliessen um Raub zu vermeiden.

Überprüfe die Futterversorgung in den Völkern. Ersetze leere Futterwaben durch volle und platziere diese direkt am Brutnest. Stehen keine Reserve-Futterwaben zur Verfügung, lege Futterteig direkt auf die Wabenschenkel auf.

Fluglochbeobachtung
Fluglochbeobachtung - Reger Flugverkehr und eintragen von Pollen ... alles i.O.
Pollensammlerin
Pollensammlerin

Das Wetter ist trüb und kalt. Höchste Zeit mit den Vorbereitungen für die neue Bienensaision zu starten. Als erstes habe ich die APIDEA-Zuchkästli gereinigt und für den nächsten Einsatz bereit gemacht.

Alle Bestandteile werden mechanisch gereinigt und fehlerhafte Teile ersetzt. Anschliessend in einer handwarmen Laugelösung eingeweicht und mit einer Bürste gereinigt.

Merke: Blaue APIDEA-Rähmchen können gekocht werden, orange nicht.
Diese sind nicht hitzebeständig.

Nach gründlichen spühlen der Teiile mit Wasser müssen die Rähmchen wieder zusammengesteckt und mit einem Wachsleitstreifen (Bio) versehen werden. Ein Aufsetzlöffel auf dem Gasbrenner leistet beim Einsetzen des Wachsleitstreifens sehr gute Dienste.
Fertig und weiter gehts ....

Am Wochenende hatte ich die Gelegenheit einen von BienenSchweiz angebotenen Kurs über Honigsensorik zu besuchen.
Von den theoretischen Grundlagen der Sensorik über die Sensiblisierung der eigenen Sinne, Erarbeitung und Erfassung der Attribute typischer Honige  bis hin zur Erstellung von Honigprofilen konnte ich eine Menge lernen.

In den zwei Tagen konnte ich 65 Honigproben analysieren, einordnen, erkennen und bewerten. Eine echte und anstrengende Herausforderung der Sinne.

Eine Empfehlung an alle Imkerinnen und Imker.

Kalibrierung des Geschmackssinn
Kalibrierung des Geschmackssinn
Übersicht der Honigproben
Übersicht der Honigproben
Übersicht der Honigproben
Übersicht der Honigproben
Erfassen der Attribute
Erfassen der Attribute

Bis Mitte November macht es Sinn 1x den natürlichen Milbenfall zu messen und gegebenenfalls eine Oxalsäure-Behandlung zu starten.
Fallen mehr als 5 Varroamilben pro Tag auf die Unterlage, ist das Bienenvolk mit Oxalsäure zu besprühen. Auf Brutfreieheit ist nicht zu achten, da es darum geht die Varroa-Belastungsspitze zu brechen.

Kontrolle des natürlichen Milbenfalls
Kontrolle des natürlichen Milbenfalls

Zur Zeit herrscht regnerisches und kühles Wetter. Diese Wetterphasen nutzen Bienenvölker in dieser Jahreszeit oft aus, um das Schwärmen vorzubereiten. Sobald diese Woche besseres Wetter eintrifft, sollten die Völker auf Schwarmanzeichen kontrolliert werden.
Schwarmfreudige Völker teilen oder sich als Schwärmfänger beweisen 🙂

Schwarrmfänger im Einsatz
Schwarrmfänger im Einsatz