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Die letzten zwei Wochen verbrachten die neuen Königinnen zur Begattung auf der Belegstelle. Gestern stand die Kontrolle der 30 Königinnen auf Eilage an. Das Ergebnis könnte kaum besser sein: 28 von 30 Königinnen sind in Eilage, sodass ich sie mit einer Erfolgsquote von 93% von der Belegstelle abführen konnte. Well done! 🐝

Mit dem Weltbienentag am 20. Mai begann gleichzeitig meine Zuchtsaison 2026.
In den Abendstunden wurden zwei geschlossene Anbrüter vorbereitet, bevor rund drei Stunden später die Zuchtlatten eingesetzt wurden. Während der folgenden 24 Stunden pflegen die Bienen insgesamt 48 Weiselnäpfchen mit jüngsten Larven an. Eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Aufzucht bilden dabei eine ausreichend starke Bienenmasse sowie ein gutes Angebot an Pollen und offenem Futter innerhalb der Anbrüter.

Anbrüter wurden mit Bienen befüllt. Dabei sind Ammenbienen erwünscht, Flugbienen fliegen ab
Geschlossene Anbrüter bereit für den Keller und nach 2-4 Stunden bereit für die Zuchtlatte

Der weitere Arbeitsablauf sieht wie folgt aus

  • 20. Mai 2026
    Erstellung der geschlossenen Anbrüter und Einhängen der Zuchtlatten mit insgesamt 48 Weiselnäpfchen.
  • 21. Mai 2026
    Kontrolle der Annahmequote der angepflegten Weiselnäpfchen nach rund 24 Stunden. Überführen der Zuchtlatten in weiselrichtige Pflegevölker oder Finisher
  • 21.–25. Mai 2026
    Pflegephase der Weiselzellen im Pflegevolk beziehungsweise Finisher. Sicherstellung einer optimalen Versorgung mit Futter und Pollen.
  • 25. Mai 2026
    Die gezogenen Weislezellen sind jetzt verdeckelt und werden mit Schutzkäfigen gesichert.
  • 29. Mai 2026
    Am Abend Bienenmasse aus Völkern beziehen und durch einen Siebkasten von den Drohnen befreien (geschieht über Nacht im Keller)
  • 30. Mai 2026
    Vorbereitung der APIDEA-Begattungseinheiten mit Futterteig und Wabenmaterial und befüllen mit ca. 100 Gramm jungen Bienen aus dem Siebkasten. Beruhigung der Bienen in den APIDEAS an einem kühlen, dunklen Ort (Kellerhaft)
  • 31. Mai 2026
    Zellen verschulen. Einsetzen der schlupfreifen Weiselzellen in die vorbereiteten APIDEAS
  • 01. Juni 2026
    Schlupftag. Kontrolle auf erfolgreichen Schlupf der Königinnen
  • 02. Juni 2026
    Transport der APIDEAS auf die ausgewählte A-Belegstelle
    Aufstellung der Begattungseinheiten gemäß den Vorgaben der Belegstelle
  • 16. Juni 2026
  • Erste Kontrolle auf erfolgreiche Begattung und beginnende Eiablage.
  • ca. 20.–25. Juni 2026
    Beurteilung des Brutbildes sowie Zeichnen und Dokumentieren der erfolgreich begatteten Königinnen.
  • ab Ende Juni 2026
    Verwendung der jungen Königinnen zur Kunstschwarmbildung oder zum Einweiseln in Wirtschaftsvölker

 

Am 20. Mai feiern wir den Weltbienentag – einen Tag, der auf die enorme Bedeutung der Bienen und anderer Bestäuber aufmerksam macht. Bienen sind unverzichtbar für unsere Natur und unsere Ernährung. Rund ein Drittel der weltweiten Lebensmittelproduktion hängt von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten ab. Ohne sie gäbe es deutlich weniger Obst, Gemüse, Nüsse und Blumen.

Doch die kleinen Helfer sind bedroht. Pestizide, Monokulturen, Klimawandel und der Verlust von Lebensräumen setzen den Bienen stark zu. Deshalb ist es wichtiger denn je, ihren Schutz ernst zu nehmen und gemeinsam aktiv zu werden.

Jeder Mensch kann einen Beitrag leisten:

  • bienenfreundliche Blumen pflanzen
  • auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten
  • regionale und biologische Produkte unterstützen
  • Wildbienen Nistplätze anbieten

Der Weltbienentag erinnert uns daran, wie eng Mensch und Natur miteinander verbunden sind. Wenn wir die Bienen schützen, schützen wir auch unsere Zukunft.

Seit 2 Wochen steigen die Temperaturen tagsüber in den milden Bereich zwischen 14 und 18°C. Die Bienen reagieren demensprechend mit starker Volksentwicklung, führen von grossen Brutnestern und dem ziehen von Drohnenbrut. Solange der Polleneintrag gesichert und genügend Futterreserven verfügbar sind, werden die Bienen weiter Vollgas geben. Bei einem Kälteeinbruch muss dringend auf genügend Futterreserven geachtet werden.

Die Bienen führen in den Dadant Magazinen Brut auf 3 bis 4 Waben beidseitig
Die Bienen führen in den Dadant Magazinen Brut auf 3 bis 4 Waben beidseitig
Zum Teil wird bereits Drohnenbrut gepflegt
Zum Teil wird bereits Drohnenbrut gepflegt
In der Futterzarge wurde gebaut und Honig eingetragen
In der Futterzarge wird gebaut und Honig eingetragen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon Mitte Januar waren die Bienen bei kühlen Temperaturen unterwegs um Pollen zu sammeln. Das rare Blütenangebot von damals, ist gut einen Monat später deutlich umfangreicher geworden. Es blühen die Hasel, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse. Die Bienen sind in ihrem Element.
Der gesammelte Pollen dient zur Aufzucht der neuen Bienengeneration und ist elementar für die Bienengesundheit.

Steigen die Temperaturen in den angenehmen Bereich, ist es Zeit für eine Futterkontrolle bei den Bienenvölkern. Dabei wird abgeschätzt wieviel Futterreserven in den einzelnen Bienenstöcken vorhanden ist und bei Bedarf Futterteig direkt auf die Wabenschenkel aufgelegt. So wird ein möglicher Futtermangel bis zum ersten Trachteintrag der Salweiden Blüte überbrückt.

Für das Jahr 2025 ist ein Vermehrungskurs geplant. Interessierte können sich ab sofort für den Kurs anmelden. Limitierte Platzzahl.

Der Vermehrungskurs richtet sich an Jungimker*innen und routinierte Imker*innen, welche sich in der Praxis der Völkervermehrung und Jungvolkbildung festigen wollen und sich an die Königinnenzucht heranführen lassen möchten.

Hier geht es zu den Details und zu den Kursdaten