Seit 2 Wochen steigen die Temperaturen tagsüber in den milden Bereich zwischen 14 und 18°C. Die Bienen reagieren demensprechend mit starker Volksentwicklung, führen von grossen Brutnestern und dem ziehen von Drohnenbrut. Solange der Polleneintrag gesichert und genügend Futterreserven verfügbar sind, werden die Bienen weiter Vollgas geben. Bei einem Kälteeinbruch muss dringend auf genügend Futterreserven geachtet werden.
Die Bienen führen in den Dadant Magazinen Brut auf 3 bis 4 Waben beidseitigZum Teil wird bereits Drohnenbrut gepflegtIn der Futterzarge wird gebaut und Honig eingetragen
Schon Mitte Januar waren die Bienen bei kühlen Temperaturen unterwegs um Pollen zu sammeln. Das rare Blütenangebot von damals, ist gut einen Monat später deutlich umfangreicher geworden. Es blühen die Hasel, Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse. Die Bienen sind in ihrem Element.
Der gesammelte Pollen dient zur Aufzucht der neuen Bienengeneration und ist elementar für die Bienengesundheit.
Steigen die Temperaturen in den angenehmen Bereich, ist es Zeit für eine Futterkontrolle bei den Bienenvölkern. Dabei wird abgeschätzt wieviel Futterreserven in den einzelnen Bienenstöcken vorhanden ist und bei Bedarf Futterteig direkt auf die Wabenschenkel aufgelegt. So wird ein möglicher Futtermangel bis zum ersten Trachteintrag der Salweiden Blüte überbrückt.
Für das Jahr 2025 ist ein Vermehrungskurs geplant. Interessierte können sich ab sofort für den Kurs anmelden. Limitierte Platzzahl.
Der Vermehrungskurs richtet sich an Jungimker*innen und routinierte Imker*innen, welche sich in der Praxis der Völkervermehrung und Jungvolkbildung festigen wollen und sich an die Königinnenzucht heranführen lassen möchten.
Die Bienen produzieren zur Zeit eine Menge Melezitosehonig.
Melezitosehonig (oder Zementhonig) ist ein Waldhonig, welcher die Bienen aus Honigtau gewinnen, der auf dem zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten von Blattlausen stammt. Melezitose ist ein Dreifachzucker bestehend aus zwei Molekülen Glucose und einem Molekül Fructose.
Überschreitet die Konzentration an Melezitose im Waldhonig etwa 10%, so kann der Honig schon im Honigraum des Bienenvolks kristallisieren. Das bedeutet für die Imkerin und für den Imker eine Menge Arbeit. Die Waben müssen unverdeckelt geerntet werden - und falls ein schleudern bereits nicht mehr möglich ist - in Wasser eingelegt und anschliessend das Honigwasser entsorgt werden. Die ausgewaschenen Waben kommen dann zurück in das Bienenvolk. Zudem fliesst der Honig nach dem Schleudern kaum mehr durch das Doppelsieb, welches dazu dient, grobe Bestandteile wie Wachsstückchen aus dem Honigkessel fern zu halten.
Jetzt heisst es wöchentlich die Honigräume der Bienenvölker zu Durchsichten und gegebenenfalls mehrfach zu schleudern. C'est la vie!
Rot- und Weisstannen mit Läusebfefall liefern HonigtauUnter den Nadelbäumen sind die Honigtautropfen auf Pflanzen sichtbarHonigwabe gefüllt mit Melezitosehonig. Die Wabe ist noch unverdeckelt, aber bereits nicht mehr schleuderbar. Der Honig bleibt in den Waben sitzenMelezitosehonig welcher noch geschleudert werden konnte, bleibt dann oft im Doppelsieb stecken
Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2022 in der Nordwestschweiz aus. Sie ist eine Gefahr für Bienen, Wildbienen und weitere Insekten, sowie für Wein- und Fruchtkulturen. Die Gefahr durch Vespa velutina für den Menschen ist nicht höher als durch einheimische Hornissen oder Wespen. Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verlangsamen, ist eine möglichst frühe Erkennung weiterer Ansiedlungen notwendig.
Am besten nutzt man das kalte Wetter um die Zuchtkästli (APIDEAS) für die kommende Zuchtsaison vorzubereiten. So müssen in den gereinigten Rähmchen neue Wachsleitstreifen eingelötet werden. Öde Fleissarbeit .... aber wichtig.
Seit mehreren Tagen sinken die Temperaturen und heute Morgen gab es eine weisse Überraschung. Der Raps und das Kernobst steht in Vollblüte und manch Imkerherz wird bei diesem Anblick schmerzen. Die Bienen können bei solchem Wetter nicht ausfliegen um Nektar sammeln und die Wetterprognosen bleiben garstig.