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Bienen sind weit mehr als Honiglieferanten. Sie bestäuben unsere Obstbäume, Gemüsepflanzen und Wildblumen und sichern damit einen grossen Teil unserer Nahrung und Biodiversität. Doch ihre Lebensräume verschwinden, Pestizide belasten die Natur, und immer mehr Bestäuberarten sind bedroht.

Genau hier setzt die Bieneninitiative von BienenSchweiz an.

Die Idee hinter der Initiative ist einfach und kraftvoll: Der Schutz von Wild- und Honigbienen soll in der Schweiz dauerhaft gestärkt werden. Gesunde Lebensräume, blühende Landschaften und eine nachhaltige Landwirtschaft sollen nicht Ausnahme, sondern Standard werden. Denn ohne Bestäuber gerät das natürliche Gleichgewicht ins Wanken.

Die Umsetzung erfolgt demokratisch und gemeinsam mit der Bevölkerung. Mit einer eidgenössischen Initiative sollen konkrete Verbesserungen angestossen werden – für mehr Biodiversität, mehr Blühflächen und eine Landwirtschaft, die Natur und Ernährungssicherheit verbindet.

Damit diese Vision Realität werden kann, braucht es jetzt Unterstützung aus der ganzen Schweiz.

Mit der Unterschriftensammlung beginnt der wichtigste Schritt: Jede einzelne Unterschrift bringt die Schweiz näher an eine Zukunft, in der Bienen, Menschen und Natur gemeinsam gedeihen können. Ob Imkerin, Landwirt, Familie oder Naturfreund – jede Stimme zählt.

Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine lebendige Schweiz.

Jetzt braucht es uns alle:
👉 Unterschrift sammeln
👉 Initiative unterstützen
👉 Freunde und Familie informieren
👉 Ein Zeichen für Biodiversität setzen

Jede Unterschrift zählt. Gemeinsam können wir eine Schweiz fördern, in der Natur, Landwirtschaft und Mensch im Gleichgewicht bleiben.

Auf der Website bienen.ch/bieneninitiative findest du den Bogen für die Unterschriftensammlung.

Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2022 in der Nordwestschweiz aus. Sie ist eine Gefahr für Bienen, Wildbienen und weitere Insekten, sowie für Wein- und Fruchtkulturen. Die Gefahr durch Vespa velutina für den Menschen ist nicht höher als durch einheimische Hornissen oder Wespen. Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verlangsamen, ist eine möglichst frühe Erkennung weiterer Ansiedlungen notwendig.

Bitte melde verdächtige Vor- und Hauptnester und Insekten (mit Bild und Koordinaten) an die Meldestelle für verdächtige Insekten und Nester.

Quelle: info fauna - Schweizerisches Informationszentrum für die Fauna

Weitere Infos:
VBBV_Infoblatt_Asiatische_Hornisse
Wespen-Identizierung Vespa velutina

Der Winter ist da, Schnee ist gefallen und die Natur scheint sich zur Ruhe gesetzt zu haben. Es ist wohlig warm in der Stube und wir Imkerinnen und Imker finden Zeit um auf dem Sofa bei einem guten Buch und einer Tasse Tee zu entspannen.

Doch da war doch noch etwas? ..... die Bienen brauchen auch im Winter unsere Aufmerksamkeit. Wollen wir im Frühjahr die Immen fliegen sehen, müssen wir jetzt die Varroa-Winterbehandlung durchführen.
Die Frostnächte vor 3 Wochen haben die Königinnen dazu verleitet die Eilage einzustellen. Die restliche Brut ist jetzt ausgelaufen (geschlüpft) und so wird die Oxalsäurebehandlung ihre volle Wirksamkeit entfalten können.

Vor Behandlungsbeginn überprüfen wir den Zustand und den Lebensstatus der Bienenvölker.
Im CH-Kasten stecken wir den Kopf durch die Hintertür, bei den Magazinen legen wir unser Ohr an die Rückwand und horchen. Es sollte ein ruhiges, gleichmässiges Rauschen - gleich wie der Wind der durch Tannen zieht - zu hören sein.

Ist kein Geräusch mehr zu hören, müssen wir das Volk öffnen und bei Verlust vom Bienenstand entfernen.

Für die Winterbehandlung entscheiden wir aus drei Möglichkeiten:

Jede Variante benötigt entsprechende Witterungsvoraussetzungen.
Zum sprühen braucht es Temperaturen von mindestens 8°C.
Beim Träufeln sollte es trocken und nicht über 5°C warm sein.
Beim Verdampfen darf es nicht frostig, sondern mindestens 4°C warm sein.

Bei Regen und Temperatur von 7°C am letzten Samstag, habe ich mich zum Verdampfen entschieden. Pro Volk dauert die Behandlung effektiv 3 Minuten.
Mit Vorbereitungs- und Ruhezeit ist mit etwa 15 Minuten pro Volk zu rechnen.
Bei den Magazinen wird der Bodenschieber (Windel) eingesetzt, welcher zur Erfolgskontrolle der Behandlung dient.
Die folgenden Bilder zeigen den Varroa-Totenfall auf dem Bodenschieber 4 Tage nach der Behandlung und bestätigen die Notwendigkeit der Varroa-Winterbehandlung.

 

Wie wichtig die Wasserversorgung für die Bienen ist, zeigt das untenstehende Bild. Bei bissiger Bise und Temperaturen bei maximal 5° C  fliegen die Bienen fleissig die Wasserstelle an. Voraussetzung dazu ist Sonneschein.

Merke: Sobald möglich eine Wasserstelle einrichten. Diese darf niemals austrocknen, sonst suchen sich die Bienen eine andere Möglichkeit. Die Tränke soll sich nicht im Flugkorridor der Bienen befinden (verkotung).

Bienentränke solarbetrieben
Bienentränke solarbetrieben

Bis Mitte November macht es Sinn 1x den natürlichen Milbenfall zu messen und gegebenenfalls eine Oxalsäure-Behandlung zu starten.
Fallen mehr als 5 Varroamilben pro Tag auf die Unterlage, ist das Bienenvolk mit Oxalsäure zu besprühen. Auf Brutfreieheit ist nicht zu achten, da es darum geht die Varroa-Belastungsspitze zu brechen.

Kontrolle des natürlichen Milbenfalls
Kontrolle des natürlichen Milbenfalls

Varroa auf der Kontrollunterlage
Varroa auf der Kontrollunterlage

Es ist Zeit die Varroabelastung der Bienenvölker zu überprüfen. Dazu die Unterlagen (Schieber) für 24 Stunden einsetzen und danach den Milbenfall auszählen. Fallen über 10 Milben pro Tag auf die Unterlage, gefährdet dies das ganze Bienenvolk. Wer dann nicht handelt, riskiert die entsprechenden Völker zu verlieren.

Informationen zum Vorgehen bei hohem Milbenbefall sind beim Bienengesundheitsdienst BGD erhältlich (Telefon 0800 274 274)