
Die Insektenwelt wird immer kleiner und eintöniger - im Mittelland, im Jura und in den Alpen. Das legen Biodiversitätsforschende erstmals in einer umfassenden Synthese des vorhandenen Wissens dar.

Die Insektenwelt wird immer kleiner und eintöniger - im Mittelland, im Jura und in den Alpen. Das legen Biodiversitätsforschende erstmals in einer umfassenden Synthese des vorhandenen Wissens dar.
Die Sünden früherer Bienenhausbesitzer am Bienenstand in Murzelen sind klar ersichtlich. Zur Förderung des Pollen und Nektarangebotes wurden nicht einheimische Blühpflanzen - schlimmer noch - invasive Neophyten eingeschleppt.

Neben dem Drüsigen Springkraut(Impatiens glandulifera), dem Einjährigen Berufkraut (Erigeron annuus), dem Japanischen Spierstrauch (Spiraea japonica) und der Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia), ist es vor allem die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), die in grosser Zahl die Waldlichtung besiedelt.

Während ich das Einjährige Berufkraut konstant entferne (Wurde nicht gepflanzt, sondern über den Wind und die Autopneus eingeschleppt), ist es bei den restlichen invasiven Neopyten ein aussichtsloser Kampf. Dummerweise wurde die Robinie vom Waldbesitzer gefällt. Ein grosser Fehler - weiss man doch - dass nach dem Fällen des Hauptbaumes das eigentliche Problem erst beginnt. Es spriessen tausende Wurzelsprösslinge!
Neben den zahlreichen invasiven Neophyten gibt es aber auch eine Menge einheimischer Pflanzen zu bestaunen. So ist zum Beispiel die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) auf der Waldlichtung zu finden.
Klar, die Pollen und der Nektar dieser Pflanzen werden gerne von den Bienen gesammelt. Dennoch wäre es mir lieber es wäre nie soweit gekommen.







Was jetzt noch blüht wird angeflogen. Am Bienenstand in Murzelen blüht der Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus) und wird von den Bienen fleissig angeflogen.

Aufgrund der Schlechtwetterphase und dem mangelnden Nektareintrag werden die Schrauben im Bienenvolk angezogen. Kein Zugang mehr für Nutzniesser. Futter ist knapp und daher kein Platz mehr für die Drohnen.
Endlich wieder Flugwetter. Die Bienen nutzen das reiche Blütenangebot des Scharbockskrautes um Pollen zu sammeln.



Alle Jahre wieder ... man denkt man hat alle Zeit der Welt und schon geht es in riesen Schritten Richtung Frühjahr. Es lohnt sich das Altwachs und die Altwaben jetzt einzuschmelzen.

Aufregende zwei Jahre sind vorbei. Von der Flut an neuen Information bis zum Corona-Spagat habt ihr alle Hürden gemeistert. Toll gemacht!

Mit der letzten Abfuhr von Königinnen von der A-Belegstelle Kiental am 25.08.2020 schliesse ich die Zuchtsaison ab. Es war ein erfolgreiches Jahr mit über 80 begatteten Carnica-Königinnen der Linien HL17, T10K und CC95.
Dem Wetter sei Dank!
Bis Ende September geht es nun darum die Königinnen zu bewerten, in die Wirtschaftsvölker einzuweiseln und in der Zuchtdatenbank (Beebreed) zu erfassen.
Freue mich bereits auf den nächsten Mai.





Früh am Morgen besuchen die Bienen die Blüten von Kürbis und Zucchetti um dann vollbepackt mit Pollen die Heimreise anzutreten.
Aber auch andere wissen den Geschmack der Blüten zu geniessen!




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